Johannes Bitter für EM-Auswahl nominiert


News / Montag, Dezember 18th, 2017

Die Europameisterschaft 2018 in Kroatien steht schon vor der Tür. Vom 12. Januar bis zum 28. Januar kämpfen sechzehn Nationalteams um den begehrten Titel. Der deutsche Kader, der zur EM fährt, wurde jetzt von Bundestrainer Christian Prokop benannt – und dabei hat es eine besondere Überraschung gegeben.

Denn in den erweiterten Kader von 28 Spielern wurde auch der frühere Weltmeister, Torhüter Johannes Bitter, berufen. Dass der 35-Jährige überhaupt in der Auswahl dabei ist, mag den einen oder anderen ein wenig verwundern, denn er laboriert derzeit an einem Muskelfaserriss und hat schon mehrere Jahre kein großes Spiel mehr absolviert.

Trotzdem gehört er zu den vier Torhütern, die Prokop für die EM nominiert hat. Gesetzt sind erst einmal Silvio Heinevetter und Andreas Wolff, die beide in guter Verfassung sind, weshalb es als wahrscheinlich gelten kann, dass Bitter das Auswahlverfahren von 28 auf 16 Spieler letztendlich wohl doch nicht überstehen wird. Bis zum 12. Januar ist seine Rolle im Kader noch nicht 100%ig sicher, da an diesem Tag die offiziellen Spieler für die EM benannt werden müssen. Schließlich findet einen Tag später bereits das erste Match gegen Montenegro statt.

Die vorläufige Nominierung von Johannes Bitter überrascht nicht nur wegen seines Alters, sondern auch deswegen, weil er schon seit über drei Jahren kein Länderspiel mehr im Tor bestritten hat. Im Jahr 2007 ist er mit dem deutschen Team Weltmeister geworden, und seine letzte Nominierung durch den damaligen Nationaltrainer Martin Heuberger für eine Meisterschaft liegt mit 2014 eben besagte drei Jahre zurück. Ein weiterer Faktor ist sein Muskelfaserriss, wegen dem er noch bis zum Jahresende aussetzen muss. Ob er deshalb schon knapp zwei Wochen nach Jahresbeginn einsatzbereit sein könnte, ist fraglich.

Doch selbst wenn er es nicht ins Team der 16 für die Europameisterschaft schaffen sollte, konnte er allein mit seiner Nominierung beweisen, dass sein sportliches Können trotz der langjährigen Pause nicht in Vergessenheit geraten ist und noch immer gewürdigt wird.

Die endgültige Aufstellung werden wir erst am 12. Januar kennen, und es erscheint eher unwahrscheinlich, dass Bitter es ins finale Team schafft – aber wir drücken dem gebürtigen Oldenburger die Daumen, dass er sich komplett regeneriert und im nächsten Jahr wieder verletzungsfrei Vollgas geben kann.