Die Geschichte des Handballs


Handball Info / Sonntag, November 12th, 2017

Man glaubt es kaum, aber die Geschichte des Handballs reicht weit zurück – sogar bis in die Antike. Schon die Griechen und Römer kannten Ballspiele mit Mannschaften, bei denen es darum ging, den Ball hinter die gegnerische Linie zu befördern. Auch im Mittelalter sind diverse Fang- und Wurfspiele populär gewesen. Die Historie zeigt also, dass Spiele mit dem Ball in der Hand schon lange bekannt waren und geliebt wurden.

Dem heutigen Handballspiel am nächsten ist jedoch die Variante, die im 20. Jahrhundert aufkam. Hier ging es das erste Mal darum, den Ball auf ein Tor zu werfen – und es existierte die Regel, dass das Halten des Balls nur wenige Sekunden erlaubt war, bevor er wieder weitergeworfen werden musste. Welches Land für die „Erfindung“ des heutigen Handballs verantwortlich ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Verschiedenen Ländern wird dies zugeschrieben, unter anderem Deutschland, Dänemark oder den USA. Für die Entwicklung in Deutschland sind jedoch Max Heiser und Carl Schelenz relevant. Heiser führte das Spiel mit dem Namen „Handball“ ein und schaffte damit vor allem für Frauen die Gelegenheit, eine Sportart zu treiben, die keinen harten Körperkontakt erlaubte. Aus diesem Spiel heraus entwickelte Schelenz eine „Männerversion“, bei der auch kleine Zweikämpfe erlaubt waren. Einige der grundlegenden Spielregeln führt er vom Fußball ein – deshalb kommen uns einige Regeln auch so bekannt vor.

Dies führte dazu, dass die Beliebtheit von Handball an Fahrt aufnahm. Schon 1921 fand die erste Deutsche Meisterschaft statt, mit dem TSV Spandau 1860 als Sieger. Das erste Länderspiel zwischen Deutschland und Österreich folgte 1925. Die internationale Entwicklung ging schnell vonstatten. Denn 1928 schlossen sich elf Länder zum Internationalen Handballverband zusammen – dies war der erste Schritt für einheitliche Regeln. Mit dieser Grundlage konnte es zu einer offiziellen Weltmeisterschaft (der Herren) kommen, die 1938 in Berlin stattfand – mit Deutschland auf dem obersten Treppchen. Bei den Damen war es erst etwas später soweit. Hier gab es die erste Frauen-WM im Jahre 1949. Vollständig in der internationalen Sportwelt verankert war Handball dann, als es 1972 endgültig zu den olympischen Sportarten hinzugefügt wurde.

Heutzutage ist Handball auf der ganzen Welt präsent und beliebt – wenn auch die europäischen Teams es sind, die regelmäßig die internationalen Titel einheimsen. Trotzdem sind auch viele Länder in der International Handball Federation aus anderen Kontinenten dabei, z.B. aus Afrika, Asien und Ozeanien. Man geht davon aus, dass es auf der ganzen Welt knapp 20 Millionen aktive Handballspieler gibt. Also nichts wie los und mitmachen!